Termin: 27./28. Oktober 2012

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Bild: (Tagungs- und Seminarzentrum
Schloss Marbach)
Nicht erst seit der 2007 einsetzenden Finanzmarktkrise wird in den USA und in Europa ein rasanter Anstieg der wirtschaftlichen Ungleichheit konstatiert. Das war solange kein Problem, als die Wirtschaft insgesamt gewachsen ist; die Gewinne der Einen gingen so nicht zu Lasten der Anderen, der Kuchen ist insgesamt gewachsen. Seit Ausbruch der Finanzmarktkrise stagnieren jedoch die grossen industrialisierten Volkswirtschaften in Übersee und Europa. Aufgrund der hohen Verschuldung und nur sehr langsamer Entschuldung (Deleveraging) wird das Wirtschaftswachstum noch auf längere Zeit hinaus anämisch bleiben.
Dadurch akzentuieren sich einerseits die Verteilungskonflikte und andererseits ist die Politik nicht mehr in der Lage das Aufstiegsversprechen für die Mittelschicht einzulösen. Im Gefolge der Krise gerät der Mittelstand somit zunehmend unter Druck. Müssen wir demnach unsere Erwartungen an eine zukünftige Wohlstandsmehrung fundamental rekalibrieren, heisst nach unten revidieren, oder werden wir relativ rasch wieder auf den alten Wachstumstrend einschwenken? Diese Fragen interessieren nicht allein aus einer ökonomischen Perspektive, sondern zielen auch auf das Selbstverständnis des Mittelstandes, seine sozialen Perspektiven und seine gesellschaftliche Rolle.

 

12:00 Registrierung Reichhaltiger Begrüssungskaffee
   

13:00

Begrüssung, Dr. Boris Zürcher,
Tagungspräsident "Themen unserer Zeit - Begegnungen, Gespräche, Impulse e.V."


13.15

Dr. Thomas Held,
Die Schweiz nach der Krise, Gefahren im sicheren Hafen

Dr. Thomas Held war Gründungsdirektor von Avenir Suisse und ist seit Herbst 2011 Kolumnist beim Tagesanzeiger Magazin sowie Inhaber eines Büros für Analysen und Strategien. Vor seinem Engagement bei Avenir Suisse war Held massgeblich für die Entwicklung und Realisierung des Kultur- und Kongresszentrums Luzern zuständig.

http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Held


14.15

Dr. h.c. Beat Kappeler
Ende des Wachstums aus Nachfrage-Stimulierung und Schulden. Dennoch ist Wohlstand möglich

Dr. Beat Kappeler war von 1977 bis 1992 Sekretär des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes. Seither ist er freier Wirtschaftsjournalist und Buchautor. Er schreibt in der NZZ am Sonntag eine vielbeachtete Kolumne und ist Autor mehrerer Bücher zu wirtschafts- und sozialpolitischen Themen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Beat_Kappeler

http://www.beatkappeler.info


15.30

Kaffeepause

 


16.00

Lukas Hässig
Sind die Auslandschefs das Problem der Banken?

Lukas Hässig ist freischaffender und selbstständiger Wirtschaftsjournalist. Er recherchiert und publiziert für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften in der Schweiz und in Deutschland und arbeitet als Wirtschaftsexperte für Radio 1 und 20 Minuten Online. Im November 2011 startete er die Internet-Finanzzeitung Inside Paradeplatz.

http://lukashaessig.ch

 


17:00

Podiums Diskussion mit den Referenten

Mit einleitendem Kurzreferat von Reto Hünerwadel, Senior Economist bei der UBS, Zürich, und seit 2001 Lecturer bei der University for Applied Sciences for Business and Administration, Zürich
Moderation, Medard Meier, Kommunikationsberater, Küsnacht

19:00 Abendessen und Fortsetzung der Diskussion

 

 

 

Nach den Vorträgen ist jeweils eine Diskussion mit dem Referenten und unter den Teilnehmern vorgesehen. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt, Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt.Die Tagungskosten betragen € 220 (€ 390 für Paare) und schliessen sämtliche Konsumationen einschliesslich der Getränke zum Abendessen ein. Die Tagungsgebühr ist zahlbar vier Wochen nach Erhalt der Teilnahmebestätigung. Für die Übernachtung auf Schloss Marbach ist der Verein Vermittler, die Abrechnung erfolgt direkt mit dem Schloss Marbach.