Termin:  22. September 2018

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Bild: (Tagungs- und Seminarzentrum
Schloss Marbach)

Optimierung des Gehirns - Traum oder Albtraum?

Doping im sportlichen Wettkampf ist illegal. Wie sieht es aber bei geistigen Wettbewerben, z.B. beim Abitur, im Studium oder im Beruf aus? Werden auch in Zukunft nur die natürlichen Methoden zur Steigerung unserer geistigen Leistungsfähigkeit : Lernen und Üben dominieren oder wird Gehirn-Doping allgegenwärtig werden? Sollten wir unsere wichtigste Ressource „Gehirn“ im wirtschaftlichen Wettbewerb nicht mit allen Mitteln ausbeuten, insbesondere wenn Innovation die Zukunft entscheidet? 
 

Welche physikalischen, chemischen oder biologischen Möglichkeiten gibt es heute bereits und was ist in naher Zukunft zu erwarten, um unser Lernvermögen zu steigern, die Konzentrationsfähigkeit zu erhöhen und die Reaktionsgeschwindigkeit zu verbessern? Wenn sich alleine mit der Kraft der Gedanken Prothesen steuern lassen, wie werden die Mensch-Maschine Kopplungen in der Zukunft zu bewerten sein? Welche Fähigkeiten der menschlichen Gehirne brauchen die Systeme mit künstlicher Intelligenz? 

Ist die nachlassende Leistungsfähigkeit im Alter schon eine Krankheit? Ist es ethisch vertretbar „Gesunde“ mit Psycho-Pharmaka (der größten und wichtigsten Arzneimittelklasse heute) zu dopen um unsere Gehirne fitter zu machen? Kann man den heute bereits laufenden Internethandel mit Psychopharmaka beherrschen?

 

Zu diesem Thema haben wir renommierte Persönlichkeiten als Referenten eingeladen, um ihre Sicht kennenzulernen und mit ihnen zu diskutieren.

 

12:00 Registrierung reichhaltiger Begrüssungskaffee
   
13:00 Begrüßung und Einführung durch Dr. Dieter Distler - Tagungspräsident

13.15

TED Could a drug prevent depression and PTSD?
Dr. Rebecca Brachman neuroscientist at Colombia University New York, TED-Fellow

13.45

Steigerung der geistigen Leistungsfähigkeit ohne Medikamente
Dr. Sonja Kleih Universität Würzburg am Lehrstuhl für Psychologie und Vorstand der Gesellschaft für Biofeedback

14.15

Mythos Neuroenhancement: Möglichkeiten und Grenzen der Leistungsverbesserung durch Psychopharmaka?
Prof. Boris B. Quednow - Medizinische Fakultät der Universität Zürich - kognitive, emotionale und soziale Veränderungen und mögliche Prädispositionen

15.00

Kaffeepause

16.00

Zur ethischen Debatte um Eingriffe in das Gehirn, zur Verbesserung des Menschen
Prof. E. Schockenhoff - Moraltheologe an der Universität Freiburg, Mitglied des Ethikrates, Präsident des KAAD

16.30 

Podiumsdiskussion mit den Referenten und Teilnehmern

Diskussionsleiter: Dr. Thomas Rihm, Rechtsanwalt und Publizist in Zürich

19:00

 Apéro im Foyer

19:30 Abendessen und Fortsetzung der Diskussion 

 

Nach den Vorträgen ist jeweils eine Diskussion mit dem Referenten und unter den Teilnehmern vorgesehen. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt, Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt.Die Tagungskosten betragen € 220 (€ 390 für Paare) und schliessen sämtliche Konsumationen einschliesslich der Getränke zum Abendessen ein. Die Tagungsgebühr ist zahlbar vier Wochen nach Erhalt der Teilnahmebestätigung. Für die Übernachtung auf Schloss Marbach ist der Verein Vermittler, die Abrechnung erfolgt direkt mit dem Schloss Marbach.